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Das Unmögliche denken, um das Mögliche zu erreichen

Aktualisiert (Dienstag, 19. Mai 2009 um 20:08 Uhr) Geschrieben von: Heiko Seelbach Donnerstag, 14. Mai 2009 um 19:39 Uhr

Buchrezension Paige, "Nonkilling - Wissenschaft von der nicht tötenden Gesellschaft", von Heiko Seelbach, Wiesbaden (12.04.09)
Sehr beeindruckendes, Sichtweisen erweiterndes Werk für alle, die bereit sind, über den eigenen Tellerrand zu blicken. Selbst ein Stück weit abseits von Friedens- oder sonstigem Aktivismus und ebenso skeptisch gegenüber der Möglichkeit einer nicht tötenden Gesellschaft, habe ich doch im ersten Kapitel, in welchem der Autor, Glenn Paige, gar so viele menschliche Gräuel und mögliche Ursachen beschreibt, stets versucht, ihm zu widersprechen; habe stets überlegt, dass die Menschen so schlimm im Allgemeinen doch gar nicht sind; dass die Ursachen zwar ursächlich sein können aber doch nicht allgemein ursächlich sind.
Gerne bin ich dann dem Autor ab Kapitel 2 bis ans Ende gefolgt, wo endlich die vielen menschlichen Beispiele genannt werden, die für Nonkilling stehen, was die Last des ersten Kapitels von meinen Schultern nahm, in dem man sich als Mensch, als Mitglied dieser grauenhaften Spezies eigentlich nur schuldig fühlen kann, obwohl man doch mit dem Grauen nichts zu tun hat, nichts zu tun haben will. Endlich zeigte Paige mir Menschen und Projekte, mit denen ich mich identifizieren konnte und wollte (vielleicht ist dieses Identifikationsbedürfnis auch ein kleiner Beweis für die menschliche Natur, die sich lieber mit Nonkilling indentifiziert als mit Killing).
Bis zum Ende des Werkes konnte ich die Notwendigkeit des sehr umfassenden, Fragen aufwerfenden Ansatzes, den der Autor zu denken und zu erforschen fordert, nachvollziehen. So utopisch das alles, diese Gesellschaft, die nicht tötet, für uns alle, die wir in einer Welt des Tötens mit all ihren Werten sozialisiert und konditioniert wurden, klingen muss, aber wenn man die all zu oft vorherrschende Arroganz gegenüber anderen Ideen ablegt, kann Paige nur recht haben. Um es in Anlehnung an Hermann Hesse zu beschreiben: Man muss das Unmögliche denken, um das Mögliche zu erreichen.
 

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Das Zentrum zur Förderung des Nichttötens

Aktualisiert (Samstag, 16. Mai 2009 um 11:15 Uhr) Geschrieben von: Anis Hamadeh Freitag, 15. Mai 2009 um 12:54 Uhr

Mit diesem Grußwort und der Einrichtung der Website Nonkilling.de nimmt das „Zentrum zur Förderung des Nichttötens – Nonkilling Deutschland“ seine Arbeit auf. Die nächsten Etappen sind die Release Party der deutschen Buchübersetzung "Nonkilling - Wissenschaft von der nicht tötenden Gesellschaft" am 29. Mai und bald danach die offizielle Vereinsgründung in Mainz bei - so steht zu hoffen - Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Wer sich jetzt schon für uns interessiert, kann sich gern unter info at nonkilling.de melden. In der vorläufigen Satzung ist die Arbeit des ZFNND wie folgt beschrieben:

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