Petra Kelly im Buch "Nonkilling - Wissenschaft von der nicht tötenden Gesellschaft"

Aktualisiert (Dienstag, 19. Mai 2009 um 11:27 Uhr) Geschrieben von: Anis Hamadeh Donnerstag, 14. Mai 2009 um 19:33 Uhr

0. Genannt in der Danksagung, da Glenn Paige und Petra Kelly sich persönlich begegnet sind. In der deutschen Ausgabe wird sie auch im Vorwort von Eva Quistorp genannt.

1. "Im mörderischen 20. Jahrhundert lässt er (der Geist des Nichttötens) sich in den mutigen Beiträgen zu einem globalen Nonkilling-Wandel erkennen: bei den Christen Tolstoi und Martin Luther King jun., beim Hindu Gandhi, dem Muslim Abdul Ghaffar Khan, dem Juden Joseph Abileah, dem Buddhisten Dalai Lama, der Grünen Petra Kelly und zahllosen anderen, gefeierten und unbekannten." S. 49


2. "In Deutschland gehörte »Gewaltlosigkeit« zu den betonten Werten der ökologischen Partei »Die Grünen«, die 1979 von Petra Kelly und dreißig anderen gegründet wurde. Dabei beziehen sie sich maßgeblich auf die gewaltlosen Bewegungen, die mit Gandhi und Martin Luther King jun. assoziiert werden (Kelly 1989). Während grüne Parteien überall auf der Welt in Erscheinung treten, bleibt zwar ungewiss, ob sich diese Werte in der politischen Praxis als maßgeblich herausstellen. Das Gründungsbekenntnis zur Gewaltlosigkeit einer innovativen sozialen Bewegung und Partei ist jedenfalls ein bemerkenswerter politischer Präzedenzfall." S. 67

3. "Nicht tötende Amerikaner wie Adin Ballou und Henry Davis Thoreau inspirierten Tolstoi (Christian 1978: 588), Tolstoi inspirierte Gandhi, Gandhi King, und all diese inspirierten die Mitbegründerin der deutschen Partei der Grünen, Petra Kelly (Kelly 1989) und viele andere, in einem allmählich zunehmenden globalen Verbreitungsprozess von Weiterführung und Innovation." S. 84

4. "Das Erbe von Petra Karin Kelly (1947 – 1992), einer der Gründerinnen der Grünen, bietet einer Nonkilling-Politikwissenschaft eine ganze Problemlösungs-Agenda für das 21. Jahrhundert. Ihr Ruf nach Handlung umfasst alle kritischen Themen von Abrüstung über Wirtschaft und die Menschenrechte bis zu weltweiter Kooperation zur Rettung des Planeten. Sie fordert eine »globale Kultur der ökologischen Verantwortung« und drängt auf die Schaffung »bindender Prinzipien, die die ökologischen Beziehungen unter allen Ländern bestimmen« (Kelly 1992: 76). Zusammen mit Tolstoi, Gandhi, Abdul Ghaffar Khan und Martin Luther King jun. verdient es Petra Kelly schon heute, als eine der zentralen Mitwirkenden am globalen Nonkilling-Wandel im 20. Jahrhundert und darüber hinaus zu gelten. In der Zukunft wird sie ohnehin als solche angesehen werden (Kelly 1989, 1992, 1994, Parkin 1994)." S. 134f

5. "Die Probleme, die das Leben auf der Erde bedrohen, wurden gemeinsam produziert, sie betreffen uns gemeinsam und wir müssen gemeinsam handeln, um sie zu verändern. Petra K. Kelly" S. 139

6. "Im zwanzigsten Jahrhundert sind das Erbe von Tolstoi, Gandhi, Abdul Ghaffar Khan, Martin Luther King jun., und Petra Kelly – mutig vorangebracht von Politikern wie dem Dalai Lama, Aung San Suu Kyi und Desmond Tutu – Vorläufer einer zukünftigen Politik des Nichttötens, inspiriert und unterstützt von unbesungenen Heldinnen und Helden, die eine nicht tötende »dienende Führung« möglich machen." S. 161

7. "Von einer Nonkilling-Perspektive aus betrachtet gibt es hingegen »keine Gerechtigkeit ohne Nichttöten«, denn das Töten und die Drohung damit tragen zur Schaffung und Erhaltung von Ungerechtigkeit bei. Im Fall der ungleichen Behandlung von Frauen etwa hat Petra Kelly beobachtet: »Die unfaire Verteilung von Macht, Ressourcen und Verantwortungen unter den Geschlechtern wird legitimiert durch alte, im Gesetz verankerte Traditionen und wird, wenn nötig, von männlicher Gewalt durchgesetzt« (Kelly 1994: 15)." S. 167

Bibliografie. KELLY, Petra K. 1984. Fighting for Hope. London: Chatto and Winders, The Hogarth Press.
_____ 1989. Gandhi and the Green Party. Gandhi Marg, 11: 192 – 202.
_____ 1990. »For feminization of power!« Speech to the Congress of the National Organization for Women, San Francisco, June 30, 1990.
_____ 1992. Nonviolence Speaks to Power. Honolulu: Center for Nonviolence Planning Project, Matsunaga Institute for Peace, University of Hawaii.
_____ 1994. Thinking Green! Essays on Environmentalism, Feminism, and Nonviolence. Berkeley, Kalifornien: Parallax Press.

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