Das Zentrum zur Förderung des Nichttötens

Aktualisiert (Samstag, 16. Mai 2009 um 11:15 Uhr) Geschrieben von: Anis Hamadeh Freitag, 15. Mai 2009 um 12:54 Uhr

Mit diesem Grußwort und der Einrichtung der Website Nonkilling.de nimmt das „Zentrum zur Förderung des Nichttötens – Nonkilling Deutschland“ seine Arbeit auf. Die nächsten Etappen sind die Release Party der deutschen Buchübersetzung "Nonkilling - Wissenschaft von der nicht tötenden Gesellschaft" am 29. Mai und bald danach die offizielle Vereinsgründung in Mainz bei - so steht zu hoffen - Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Wer sich jetzt schon für uns interessiert, kann sich gern unter info at nonkilling.de melden. In der vorläufigen Satzung ist die Arbeit des ZFNND wie folgt beschrieben:

 
(1) Das ZFNND hat den Zweck,

  • den Gedanken des Nichttötens, wie er im Buch "Nonkilling - Wissenschaft von der nicht tötenden Gesellschaft" von Glenn D. Paige formuliert ist, in der deutschsprachigen Öffentlichkeit zu verbreiten.
  • durch Forschung und Kunst zu neuen Erkenntnissen darüber zu gelangen, warum Menschen und Gesellschaften töten, warum sie nicht töten, warum sie zwischen diesen beiden Zuständen schwanken und welches die Merkmale von nicht tötenden Menschen und Gesellschaften sind.
  • die Ziele und die Arbeit des "Center for Global Nonkilling" (www.nonkilling.org) zu unterstützen. Das ZFNND handelt dabei völlig selbstständig und unabhängig.
  • Personen und Vereinigungen zusammenzubringen und zu unterstützen, denen die weltweite Reduzierung des Tötens von Menschen ein zentrales Anliegen ist.
  • das Leben und Werk von Petra Kelly (1947-1992) ins öffentliche Bewusstsein zu tragen, die im Nonkilling-Buch eine herausragende Rolle spielt.

(2) Das ZFNND übt seine Tätigkeit aus, indem es

  • Öffentlichkeitsarbeit betreibt durch Veröffentlichungen im Internet und anderswo, durch Übersetzungen und Veranstaltungen.
  • Personen und Gruppen im In- und Ausland vernetzt.
  • intellektuelle und künstlerische Potenziale geistig und durch Zusammenarbeiten fördert.
  • auf Wissenschaftler, Politiker, Medienvertreter und andere öffentliche Instanzen zugeht, um ein Bewusstsein für die Nonkilling-Fragestellungen zu fördern, um zu informieren und um Denkanstöße zu geben.
  • selbstständig und interdisziplinär forscht sowie Forschungsergebnisse anderer sammelt und aufbereitet.

(3) Das ZFNND steht auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland; es ist überparteilich und überkonfessionell.

Hauptmedium wird die Website sein, die auch auf Englisch erscheint, damit ein internationaler Austausch möglich ist. Das Nonkilling-Buch, das der ganzen Sache zu Grunde liegt, wird zitiert, analysiert und weitergeführt werden. Die Schwerpunkte der Arbeit hängen davon ab, welche Interessen und Spezialgebiete die einzelnen Mitwirkenden haben werden.

Wie es zu all dem kam

Als Cyber-Poet interessiere ich mich schon immer besonders für Frieden und gewaltlose Mittel, ihn zu erreichen. Das Buch „Nonkilling Global Political Science“ entdeckte ich kurz nach seiner Erst-Erscheinung 2002 im Internet und ich weiß nicht mehr, ob es eine Empfehlung war oder wie ich da genau gelandet bin. Nach der Lektüre war ich beeindruckt, schrieb zwei Rezensionen und machte ein Interview mit dem Autor Professor Glenn Paige in Hawaii.

Als ich 2008 hörte, dass es mit der deutschen Buchübersetzung nicht voranging, stellte ich mich kurz entschlossen zur Verfügung, konnte mit Herrn Professor Krippendorff einen prominenten Fürsprecher für das Buch finden und glücklicherweise auch schnell einen Verlag. In wenigen Tagen kommt die deutsche Übersetzung heraus. Ich arbeite derzeit an deutschen Untertiteln zum Film „Nonkilling – für eine bessere Welt“ (40 min) von Rich Panter mit vielen O-Tönen (Glenn Paige, Johan Galtung, Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire, M.-L.-King-Weggefährten u.v.m.) und der Geschichte von Gouverneur Gaviria aus Kolumbien.

Inzwischen habe ich einen mitunter regen Austausch mit einigen Kollegen des „Center for Global Nonkilling“ www.nonkilling.org und verwandten Seelen in Deutschland, so dass eine Vereinsgründung und Web-Plattform nahe liegt.

Was aus all dem werden soll

Unter den Leuten, die sich bislang am Projekt Nonkilling Deutschland beteiligen, sind solche, die einen Ort brauchen, um Energien auszuleben. Insofern kann man annehmen, dass es Bewegung gibt. Zudem haben wir im Team einen Islamwissenschaftler, einen Anglisten, zwei Palästina-Kenner, eine Biologin, zwei Künstler und einen Politikwissenschaftler.

Das amerikanische Zentrum ist dabei ein stetes Anliegen. Die Neuigkeiten aus Hawaii sollen über uns kontinuierlich in Übersetzung oder Zusammenfassung auf Deutsch zur Verfügung stehen, zum Beispiel als Teil eines monatlichen E-Newsletters.

 

Anis Hamadeh

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